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24 Stunden Pflege
...bei

Elena, 48 Jahre, bisher als Pflegehilfe in ihrer Heimat Rumänien gearbeitet, sitzt in ihrem ländlichen Haus am gedeckten Mittagstisch. Nichts besonderes, das Essen frisch auf dem Markt gekauft, bezahlt vom Arbeitslosengeld, welches jedoch demnächst ausläuft. Ihr Mann hat noch einen Job zum Mindestlohn, wie fast alle im ländlichen Wohnbereich. Ja, in Bukarest wäre es etwas mehr, aber das ist weit weg . Jeden Morgen geht er zur Arbeit, die Knochen schmerzen, aber die Familie braucht das Geld, wenngleich es lediglich ca. 300,-Euro im Monat sind. Die Kinder stehen kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung. Für diese Ausbildung hat die Familie seit Jahren bezahlt und gespart, denn es soll ihnen, den Kindern, ja mal besser gehen. Die Kinder sind schon lange nicht mehr zu Hause. Die Ausbildung findet in Galati statt, nicht weit entfernt, jedoch mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine Tortur. Das Ergebnis der Ausbildung wird sein, das die Kinder ebenfalls eine Arbeit zum Mindestlohn bekommen werden; wenn sie Glück haben. Vielleicht haben sie auch schon lange beschlossen, ins Ausland zu gehen.

Widmen wir uns wieder Elena;

Vor 5 Monaten hat sie Ihrem Job im Krankenhaus verloren. Warum? Sie hat ihren Job doch stets mit Liebe ausgeführt, seit mehr als 20 Jahren. Krank war sie fast nie, bei den Patienten stets beliebt. Was ist passiert? Die jüngeren rücken nach. Zum Mindestlohn. Elena wurde zu teuer. Durch die Arbeitsjahre hatte sie es geschafft, ca. 100,-Euro mehr als den Mindestlohn zu verdienen. Zu teuer! Ausrangiert! Wie soll es nun weitergehen? Elena bekommt vom Arbeitsamt vor Ort die Möglichkeit angeboten, ins Ausland zu gehen.

Wir, Pflege24.expert sind im rumänischen Zentralcomputer registiert. Pflege24.expert? Eine Firma in Deutschland.... Elena spricht doch gar kein deutsch. Im Internet sieht sie, das auch Mitarbeiterinnen gesucht werden, welche der Sprache noch nicht mächtig sind. Bei Pflege24.expert kann man einen internen Ausbildungsstützpunkt durchlaufen und sich hocharbeiten. Elena denkt; Das ist doch gewiss so was "schwarzes" ... so etwas wo man 2-3 Monate bleiben kann und dann wieder zum rumänischen Mindestlohn nach Hause geschickt wird. So etwas in der Grauzone, ohne gesetzliche Krankenversicherung, ohne soziale Absicherung. Aber was soll sie tun? Elena legt erst einmal alles auf die Seite.

Wochen später hat sich die Situation nicht verbessert. Jobs in unmittelbarer Umgebung gibt es für Elena nicht. Die Infrastruktur in ihrer Umgebung sieht für Elena nichts mehr vor. Sie fasst allen Mut zusammen und meldet sich über Facebook bei Pflege24.expert mit dem Text: Würde gerne bei Ihnen arbeiten, spreche jedoch kein deutsch. Gibt es eine Chance, eine Möglichkeit? Freundlich bekommt sie binnen Minuten die Antwort, das sie den internen Ausbildungsstützpunkt von Pflege24.expert wahrnehmen könne. Das Angebot lautet: Maximal 6 Wochen diesen Stützpunkt zu durchlaufen. Der Stützpunkt befindet sich in einem Haus in Saarbrücken. Die Firmeninhaberin, Diana, ruft Elena an, um sie wie folgt, zu informieren: Elena könne für diese Probe/Ausbildungszeit von maximal ca. 6 Wochen einen Erstarbeitsvertrag von Pflege24.expert erhalten. Dies alles bei voller sozialer Absicherung und unter Einhaltung deutscher Mindestlohngesetze. Pflege24.expert zahle alle Sozialabgaben wie Krankenversicherung bei der Knappschaft, Arbeitslosenversicherung, Renten - & Unfallversicherung. Sie ist also vom 1. Tag direkt versichert. Der anfängliche Lohn ist nun nicht unbedingt das, wofür Elena bereit ist, dauerhaft im Ausland eine Tätigkeit anzustreben. Auf der anderen Seite ist es eben dieser Lohn, den sie jetzt nicht hat und der zumindest schon einmal dabei helfen wird, die Not zu Hause zu lindern. Wenn sich dadurch die Eignung von Elena herausstellt, so wird ihr gesagt, soll dieser Zustand bereits nach maximal 6 Wochen ein Ende finden. Sie erinnert sich an ihre eigene Ausbildung. Auch hier hat sie ja nur ein paar "Pfennige" verdient und diese dauerte 3 JAHRE. Wie geht es nun weiter, fragt Elena?

Elena könne schon die nächsten Tage mit dem Reisebus anreisen, würde sodann direkt betreut von Pflege24.expert. Es stellt sich heraus: Elena hat nicht das Geld für den Bus. Kein Problem, dieses würde ihr von Pflege24.expert auf den 1. Lohn vorgelegt. Elena erbittet sich ein wenig Bedenkzeit und stöbert "heimlich" noch ein wenig im Pflege24.expert Facebook Konto, um sich über die Erfahrungen anderer Mitarbeiterinnen zu erkundigen. Etwas Negatives findet sie nicht. Was passiert eigentlich während der 6 wöchigen Ausbildungsphase? Elena ist unschlüssig und meldet sich bei der mittlerweile lieb gewonnenen Diana. Diese klärt sie über den Ablauf folgend auf: Elena käme mit dem Bus in Saarbrücken an, würde dort abgeholt und in den Stützpunkt in Saarbrücken gebracht. Dort würden auch schon meist andere Probemitarbeiterinnen sein, so das sie nicht alleine wäre. Am nächsten Morgen würde sie ins Büro von Pflege24.expert gebracht um die Einstellungspapiere (Arbeitsvertrag, Meldung zur Sozialversicherung, Meldung zur Knappschaft u.a.) zu unterzeichnen, denn "schwarz" wird bei Pflege24.expert nicht einen Tag geduldet. Hier lerne sie dann auch Diana, die Firmeninhaberin kennen. Sollte Elena keine Mittel haben um sich zu versorgen, könne sie einen weiteren Vorschuss erfragen um die Tage bis zur 1. Lohnzahlung zu überbrücken. Dies alles, wie auch die Fahrtkosten, natürlich gegen eine Vorschussquittung. Elena müsse nichts alleine machen. Pflege24.expert hilft ihr dabei. Es wird ihr geholfen bezüglich der Anmeldung bei der Gemeinde, bei der Eröffnung eines Bankkontos & bei der Wahl der richtigen Handykarte, mit welcher Elena für 1,-Cent je Minute den telefonischen Kontakt mit Ihrer Familie aufrecht erhalten kann, usw. Im Stützpunkt zurück, lerne Elena Markus kennen. Markus wird Elena und den anderen Damen in angesetzten Kursen die deutsche Sprache näher bringen. Markus macht dies als Hobby, da er selbst seit Jahren die rumänische Sprache lernt und somit seine eigenen Kenntisse manifestieren und ausbauen kann. Natürlich sollen die Sprachkenntnisse zuerst auf grundpflegerische und haushaltsnahe Begriffe geschult werden. Markus weiß das und handelt dementsprechend.

Ein Supermarkt ist ebenfalls in der Nähe. Jetzt werden erst mal leckere Sachen gekauft. Das Zimmer ist sporadisch eingerichtet, dennoch ganz anders als man es oft in den Medien hört und liest, wo Osteuropäerinnen ausgenutzt und unter menschenunwürdigen Bedingungen untergebracht sind. Elena ist nun da, vermisst natürlich Ihre Familie, ist aber froh, das alles so eingetreten ist, wie Diana es Ihr versprochen hat. Elena hat nun den internen Pflege24.expert Status: Ersatzkraft Sie spingt für die Grundpflege dann ein, wenn eine eingesetzte Kraft, welche den Stützpunkt bereits durchlaufen hat, erkrankt und den Dienst am Kunden für diese Zeit der Erkrankung nicht erfüllen kann. Auch kann sie eingesetzt werden für Verhinderungspflegen. Erfahrungen sammeln ist jetzt das Motto und positive Resonanzen zu erhalten. Wenn Elena es schafft, 2 positive Kundenresonanzen zu erhalten, dann qualifiziert sie sich für einen "eigenen" Dienstleistungsvertrag. Hier wird sie ihre "eigene" Familie haben, bei dieser wohnen und auch dort gemeldet sein. Bis dorthin ist es aber noch ein Weg, nämlich noch genau 2 positive Resonanzen entfernt ....von Kunden, bei welchen Elena eingesetzt war. Pünktlich wird Elena ihren 1. Lohn auf ihr neu eingerichtetes Konto in Deutschland erhalten. Mittlerweile hat sie auch schon ihre Krankenversicherungskarte.

Elena fasst sich ein Herz und traut sich einen lange gehegten Wunsch in die Tat umzusetzen: Zum Zahnarzt zu gehen! Eine Sache, die sie schon lange vor sich herschiebt, denn in Rumänien ist Zahnersatz zwar kostengünstiger als in Deutschland, aber, da man es selbst zahlen muss, für Elena in unerreichbarer Ferne. Verwundert stellt sie fest, das sie hier in Deutschland durch die soziale Absicherung bei Pflege24.expert gar nichts für ihren Zahnersatz zahlen muss. Selbst eine Zuzahlung bleibt ihr erspart. Beim 1. Einsatz für eine Verhinderungspflege hat sie bereits viele Worte in deutsch gelernt, ist aber trotzdem wahnsinnig nervös. Der 1. Einsatz steht unmittelbar bevor. Wie wird es sein? Hoffentlich sind es freundliche Menschen? Dennis und Markus holen Sie am Stützpunkt ab und fahren Sie zum Kunden, der die Hilfe benötigt. Pflege24.expert bot die Dienstleistung dem Kunden zu jenem Preis an, welchen dieser von der Pflegekasse zu 100% erstattet bekommt. Dafür spricht Elena ja auch nur bedingt die deutsche Sprache. Wie gut hat Elena in den Kursen von Markus gelernt? Jetzt im Moment ist sie so nervös, dass sie meint, alle Worte vergessen zu haben. Die 3 kommen beim Kunden an. Eine ganz liebe Großmutter, welche nervöser zu sein scheint als Elena selbst, ist die Hilfesuchende. Sie hatte leider einen Schlaganfall und kann nur noch zu Hause bleiben, wenn sie eben diese Hilfestellung hat. Die Familie der Großmutter ist auch dabei. Vielleicht schon nutzt Elena die kleine Chance, dass sie über diese Verhinderungspflege hinaus, von der Familie in einen evtl. folgenden Dienstleistungsvertrag übernommen wird? Wir werden sehen .....

Der Tagesablauf wird besprochen. Markus übersetzt Elena alles was zu tun ist. Es vergeht mehr als eine Stunde. Dennis merkt, das die Nervosität bei der Großmutter und auch bei Elena gewichen ist und es nun an der Zeit ist, den Einsatzort zu verlassen und die Beiden sich selbst zu überlassen. Elena weiss was Sie zu tun und nicht zu tun hat. Die grundpflegerische Erfahrung kommt ihr zugute. Elena ist wieder in ihrem Job angekommen. Die anfängliche Nervosität ist gewichen und sie fühlt sich pudelwohl. Sie wird wieder gebraucht. Jederzeit kann sie jemanden erreichen, wenn sie etwas nicht versteht. Pflege24.expert läßt die Mitarbeiter nie alleine. Und Elena hat Glück. Die Familie ruft bereits nach wenigen Tagen bei Pflege24.expert an und fragt, ob man Elena über die Verhinderungspflegezeit hinaus buchen könne. Es wird ein Termin zur Bedarfsanalyse vereinbart. Reicht die zur verfügung stehende Arbeitszeit von Programm I aus, oder muss man Programm II buchen? Diana und Chris, die Inhaberin und der Firmensprecher von Pflege24.expert besuchen die Familie und besprechen alles. Die zur Verfügung stehende Arbeitszeit wird mit dem Pflegegutachten des MDK abgeglichen. Schön, die Patientin hatte Pflegestufe I und nun Pflegegrad II. Die Gesamtarbeitszeit von Programm I ist ausreichend. Es wird ein Dienst - und Vermittlungsvertrag mit Pflege24.expert geschlossen. Die Arbeitsanweisungen werden dem Gutachten entnommen. Der gesamte monatliche Aufwand der Familie beträgt 2.020,-Euro. Davon gehen 1.503,-Euro an Pflege24.expert zur Finanzierung der sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit von Elena, 450,-Euro direkt von der Familie an Elena im Rahmen der vermittelten Minijobtätigkeit und 67,-Euro an Sozialversicherungsabgaben von der Familie, direkt an die Minijobzentrale in Essen. Nun ist Elena nicht mehr nur Angestellte von Pflege24.expert sondern durch die zusätzliche Vermittlung von Pflege24.expert auch private Haushaltshilfe der Großmutter. Elena erbringt also sowohl die grundpflegerischen Versorgungsleistungen als fortan auch die haushaltsnahen Dienstleistungen.

Die Familie fragt: Arbeitgeber .... da kommen ja viele Aufgaben auf uns zu? Wir konnten die Familie beruhigen. Pflege24.expert sorgt für alles und nimmt der Familie viele Aufgaben ab, wie: Erstellen des Arbeitsvertrages, Ausfüllen des Haushaltsscheckverfahrens für die Minijobzentrale in Essen, usw. Das einzige was die Familie tun muss, ist am Briefkasten ein Namensschild von Elena anbringen und Elena bei der städtischen Gemeinde anzumelden. Das wars ..... Kommen wir zurück zu Elena ..... was hat sich nun für sie geändert?

Elena hat nun ihre "eigene" Familie. Zusätzlich zum Gehalt von Pflege24.expert hat sie nun 398,-Euro monatlich durch den vermittelten Minijob Haushalt mit der Familie. Jetzt ist die Ausbildung der Kinder gesichert. Elena vermisst ihre Familie, aber zumindest kann sie dafür Sorge tragen, das die finanziellen Probleme der Vergangenheit angehören. Ausrangiert? Das war einmal. Nun ist sie der Hausengel der Familie. Ihre eigene Familie sieht Elana entweder 2 x im Jahr für je ca. 14 Tage oder 1 x im Jahr für einen ganzen Monat. Denn schließlich ist Elena Angestellte nach deutschem Arbeitsrecht mit einem jährlichen Urlaubsanspruch von 24 Tagen. Zu ihrem Urlaub wird sie von einem Transportunternehmen direkt bei der Großmutter abgeholt und nach dem Urlaub auch wieder direkt dorthin zurückgebracht. Im 1. Urlaub erkennen ihr Mann und die Kinder sie kaum wieder. Die Zähne gerichtet und .... ja, sie sieht einfach besser als damals .... bei ihrer Abreise ins Ungewisse. Durch die gesetzliche Lohnfortzahlung im Urlaub erhält Elena natürlich auch den vollen Lohn während ihres Heimataufenthaltes, nicht etwa eine abgespeckte Version. Die Familie hat für die Urlaubszeit von Elena eine Ersatzkraft von Pflege24.expert für die grundpflegerische Versorgung. Wird die Ersatzkraft eine positive Bewertung erhalten? Diesen Weg kennen wir doch noch von Elena selbst. Jetzt ist eine neue Kraft auf diesem Weg. Elena kam nach dem Urlaub zurück zur Großmutter. Diese freute sich wahnsinnig, denn es ist ja "ihre" Elena. Tränen sind geflossen beim Abschied ... und Freudentränen fließen bei der Rückkehr. Die Ersatzkraft bekam eine positive Bewertung. Alles ist gut.

Leider verschlechterte sich der Zustand der Großmutter schleichend aber merklich. Die vereinbarten Arbeitszeiten waren nicht mehr ausreichend, so das in Programm II gewechselt werden musste. Dies aber erst nach insgesamt fast 2 Jahren. Die Pflegekasse beteiligt sich an den Mehrkosten durch den Programmwechsel, da auch der Pflegegrad durch eine Neubegutachtung des MDK angepasst wurde. Elena verdient nun bereits über 1.000,-Euro netto bei voller sozialer Absicherung. Das ist das 4 fache dessen, was sie in Ihrer Heimat verdient hätte. Es sind allerdings 150-300 Euro weniger als bei den "schwarzen Schafen" der Branche. Manche lassen sich abwerben. Ohne soziale Absicherung in Deutschland. Elena nicht! Eine Chance für Elena. Eine Chance die sie genutzt hat! Mittlerweile ist Elenas Großmutter verstorben. Elena war da. Wie immer.

Kontakt zur Familie pflegt sie noch heute. Elena lebt in Saarbrücken und hat sogar die Familie nachgeholt. Nein, im Stützpunkt von Pflege24.expert lebt Elena nicht mehr. Sie hat eine schöne Wohnung in Saarbrücken. Ihr Mann und auch ihre Kinder haben eine Arbeit. Elena selbst steht noch immer für Pflege24.expert zur Verfügung. Nicht mehr wie früher, aber wenn es irgendwo "brennt" ... können wir sie immer kontaktieren. Sie lässt nichts auf Pflege24.expert kommen und Pflege24.expert nicht auf sie. Vielleicht möchte sie noch einmal einsteigen? Elena wird, auch wenn sie nicht mehr eingesetzt werden möchte, immer einen Platz in unseren Herzen haben, denn sie hat die Geschichte von Pflege24.expert mitgeschrieben. .... eben eine Geschichte von Elena und Pflege24.expert.

So schreiben wir täglich neue Geschichten. Vielleicht auch eines Tages mit Ihnen?

Herzlichst, Ihr Team von Pflege24.expert

Christoph Hofmann

Firmensprecher